Allgemeine Informationen

Sehr geehrte Patientin,

eine hohe Versorgungsqualität setzt auch eine gute Indikationsstellung zur Bildgebung voraus. Übereinstimmend mit den Bestimmungen der Kassenärztlichen Vereinigung sowie auch der aktuellen S3-Leitlinie zur Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Brustkrebs gilt es zu berücksichtigen, ob es um die Abklärung neuer Brustsymptome oder eine Situation ohne neue Symptome (Nachsorge, Früherkennung) geht. Darüber hinaus ist auch das individuelle Brustkrebsrisiko von Belang.

Im Besonderen: MAMMOGRAPHIE

Wir bieten Ihnen Bildgebung und Fachexpertise zur Früherkennung und Nachsorge von Brustkrebs auf gleichbleibend hohem Niveau. Dazu gehört u.a. dass unsere fachärztliche Befunder-Qualität den Zertifizierungskriterien für Brustkrebszentren entspricht.

 

Im Besonderen: ULTRASCHALL / SONOGRAPHIE DER BRUST

Da es in unserer Sprechstunde immer wieder zu falschen Erwartungshaltungen kommt, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass es für eine alleinige Ultraschalluntersuchung / Sonographie (d.h. ohne Mammographie) zur Früherkennung der Brust kaum Indikationen gibt.

Daher führen wir Brustsonographien ohne zeitgleiche Mammographie nur durch als intensivierte Früherkennungsmaßnahme bei entsprechender Empfehlung nach genetischer Beratung, als Symptomabklärung bei einem Lebensalter jünger 40 Jahren oder als von uns selbst indizierte Kontrollen durch.

Sollte ihr Gynäkologe einen kontrollbedürftigen Ultraschallbefund der Brust erhoben haben, bitten wir vielmals darum, dass die Kontrolle in gleicher Hand nämlich bei Ihrem Gynäkologen bleibt. Wir haben keine Kapazitäten eine Qualitätssicherung externer Ultraschalluntersuchungen durchzuführen.

 

Wer übernimmt die Kosten?

 Private Krankenversicherungen

In aller Regel übernehmen die privaten Krankenkassen die Kosten sämtlicher Untersuchungen. Sicherheitshalber informieren Sie sich über die Bedingungen des von Ihnen gewählten individuellen Versicherungstarifs bei Ihrer Krankenversicherung.

 Gesetzliche Krankenkassen

Für gesetzlich versicherte Patienten übernimmt die Krankenkasse die Kosten für Mammographie und Brustultraschall  nur unter folgenden Voraussetzungen:

-          Z.n. Brustkrebs

-          auffälliger Befund körperlich oder in der Bildgebung

-          erhöhtes Lebensrisiko für Brustkrebs

 

Seit Sommer 2022 ist die Früherkennung ohne erhöhtes Lebensrisiko nach dem 69. Lebensjahr keine Kassenleistung mehr.

Seit Sommer 2022 hat die Kassenärztliche Vereinigung für die Fälle mit erhöhten Risiko nun folgende Bestimmung getroffen: 

-          bei nachgewiesener Genmutation (BRCA1, BRCA2, RAD51D, CHEK2, PALP2) ist eine Mammographie nicht mehr generell als Kassenleistung akzeptiert.  

 

-          Zur Früherkennung im Alter zwischen 50 und 69 Jahren sollen alle zum Mammographie-Screening. Das bedeutet, dass in diesem Lebensalter Mammographien außerhalb des Screenings nur noch in den Jahren ZWISCHEN dem Screening von der Kasse bezahlt werden.

Sollten bei Ihnen Mammographien in jährlichem Rhythmus empfohlen sein, werden uns diese nur alle 2 Jahre von der Kasse bezahlt.

Sollten bei Ihnen Mammographien in 2-jährlichem Rhythmus empfohlen sein, werden uns diese gar nicht mehr von der Kasse bezahlt.

Eine Brustbildgebung, die nicht (mehr) von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird, können wir Ihnen nur noch als Selbstzahler anbieten.

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